MODERNE PROJEKTMANAGEMENT BOTSCHAFTEN
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Hi , 😃
auf einer Skala von 0 bis 10, wie gelassen fühlst du dich gerade so?
Vor 10 Jahren ist mir ein Begriff begegnet, der bis heute als Echo nachhallt und seine Wirkung entfaltet. Gefühlt gewinnt er sogar stetig mehr an Bedeutung und wirkt immer stärker.
Der Begriff: Equanimity ( zu Deutsch Gelassenheit, Gefasstheit oder auch Gleichmut)
Anfangs habe ich ihn gar nicht richtig verstanden. Zu der Zeit habe ich in Kanada gelebt und war auf einem Vipassana Meditations-Retreat. Der Begriff fiel vom Meditationslehrer in einer der Sessions. Ich hatte eine Idee, was er bedeuten könnte, war mir aber nicht sicher. Also fragte ich nach.
Am Ende war das der einzige Moment in 9 Tagen, an denen ich das Schweigen brach. Vielleicht ist der Begriff auch deshalb so tief verankert und memorable.
Ruhe und Gelassenheit: wer wünscht sich das nicht.
Auch schon bevor mir Vipassana begegnet ist, haben mich Kolleg:innen stets als schwer aus der Ruhe zu bringen beschrieben. Wenig reiz- und streitbar. Nicht nachtragend. Und vor allem unbeeindruckt von den typischen Hiobsbotschaften in Projekten:
- Risiko, okay. Ohne wäre es ja auch kein Projekt.
- Schwieriger Stakeholder. Jo, klar, das Normalste der Welt.
- Termindruck, natürlich. Tell me more.
- Probleme. Danke.
Danke für das Geschenk, etwas lernen zu dürfen!
Als beschaulich habe ich das mal bezeichnet.
Beschaulich ist der beste Begriff, der mich in solchen Situationen beschreibt. Ich schaue mir das erstmal an, bilde mir meine Meinung, achte auf mein Bauchgefühl... und erst dann gehe ich in Aktion über. Selten bin ich daher der Erste, Lauteste oder Schnellste in einer Gesprächsrunde.
Doch wenn es erstmal losgeht, dann ...
Wenn ich dann allerdings auf Touren gekommen bin, dann sprühten gerne mal die Funken der Begeisterung. Nach Workshops und Trainings war ich deshalb gerne mal euphorisch und gehypt. Dann konnte ich Bäume ausreißen und wollte am liebsten noch in die Stadt, Leute treffen, allen davon erzählen, feiern, tanzen. Von außen betrachtet, ein Zustand kurz vor "überdreht".
Doch seit einem halben Jahr hat sich ein neues Gefühl eingestellt.
Was mir allerdings in den letzten Monaten und nach den Kundentrainings auffällt ist, dass genau dieser Hype weg ist. Von Überdrehtheit keine Spur.
Deutlicher spüre ich da schon die Anstrengung und Erschöpfung vom Fokus und dem hohen Konzentrationslevel.
Das für sich ist keinesfalls neu. Der Moment ist es, an dem ich all das spüre. Früher stellte sich das Gefühl erst nach ein zwei Tagen ein. Dass es jetzt unmittelbar nach dem Training kommt, ist neu. Nicht schlimm oder schlecht, jedoch verwirrend.
Das verunsichert erst einmal.
Mich verunsicherte das kürzlich so sehr, dass ich tatsächlich dachte, das Training wäre diesmal nicht so gut gelaufen, wie ich es gewohnt war. Immerhin wähne ich mich in meiner Zone der Brillanz.
Ich wusste nicht, ob ich zufrieden sein sollte mit meiner Leistung. Suchte nach dem Fehler. Bis das Feedback der Teilnehmenden kommt.
Fünf mal 5 von 5 Sterne, einmal 4. In den Kommentaren die schönsten Worte und größte Wertschätzung, die ich mir als Trainer wünschen kann. Was mich irre erleichterte.
Und dann sagt ein Freund, der bei mir zu Besuch ist, die entscheidenden Worte:
"Chris, deine neue Wohnung, die Atmosphäre und Stimmung hier, ...das löst bei mir voll das Gefühl von Frieden aus."
Und plötzlich wurde mir klar, was sich verändert hatte, denn den Frieden spürte ich auch. Und zwar seit meinem Umzug Anfang des Jahres.
Der große Unterschied die letzten Monaten: Der Frieden war auch in mir eingekehrt.
Es ist nicht nur Ruhe, Geduld und Beschaulichkeit wie früher. Es ist Gelassenheit. Es ist sogar Gleichmut. Im positiven Sinne.
Durchfließen- und Loslassen fällt mir deutlich leichter als früher.
Ich bin viel mehr bei mir und mit mir selbst verbunden. Anfangs besonders im Safe Space in den neuen vier Wänden. Mittlerweile auch, wenn ich unterwegs bin bei Kunden.
Vier Dinge machen den Unterschied:
- Emotionale Unabhängigkeit: Mein emotionales Zuhause, das bin ich. Sind andere "down", passe ich mich nicht automatisch an, sondern bin viel leichter eine Stütze.
- Meine Grenzen sind dein Halt: Mir fällt es stetig leichter mich abzugrenzen und damit gleichzeitig für andere klarer, und erkennbarer zu werden. Das schärft mein Profil.
- Ich halte weniger zurück: Nehme mich weniger zusammen, zeige mich mehr, wie ich bin und was in mir vorgeht. Lebe meinen Wert "Wahrhaftigkeit" immer konsequenter.
- Ich teile, was mich bedrückt: Ich teile, was mich belastet und unter Druck setzt, spreche es aus, statt alles mit mir selbst auszumachen. Meinem Umfeld gibt das die Möglichkeit, mir zu helfen, mich zu unterstützen.
Viel deutlicher wird somit, was ich eigentlich brauche, wenn es mal nicht so läuft. Aber auch, wenn es tatsächlich läuft wie immer, nur die üblichen Automatismen und Muster nicht mehr ablaufen sollten.
Reflektier mal für dich und betrachte deine Veränderung: Früher - Dann - Heute. Vielleicht erlebst du ja etwas Ähnliches.
Wo stellst du fest, dass sich verändert, wie du Dinge erlebst?
Wo ist dir der eigene, innere Halt wichtiger, als die Bestätigung von außen?
Wo reagierst du anders als noch früher?
Oft ist uns gar nicht bewusst, wie viel wir schon erlebt haben, wie sehr wir uns schon weiterentwickeln konnten und wie sehr uns diese Erlebnisse geprägt haben.
Dass wir die nächste Stufe unseres Selbstbewusstseins bereits erreicht haben. Selbstbewusst im Sinne von "uns unser Selbst bewusst sein".
Dass uns Konflikte nicht mehr tagelang beschäftigen. Dass wir neue Dinge suchen dürfen, die uns genauso begeistern wie das, was früher einmal neu war. Dass uns Dinge leichtfallen, die früher ein Krampf waren.
Dass Entwicklung nicht immer zwangsläufig mit einem Gefühl des Fortschritts einhergehen muss. Dass vielleicht gar nichts verloren gegangen ist, sondern du längst etwas gewonnen hast.
Dass du vielleicht allen Grund hast, gelassener auf das zu schauen, was gerade ist.
Dass du bereit bist für den nächsten Schritt!
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Du willst nicht allein sein mit den Problemen in deinem Projekt.
Musst du nicht.
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Mein Tipp: Such dir eine Person, bei der du dir sicher sein kannst, dass sie DICH, wenn ihr zusammenarbeitet, garantiert besser macht. Und davon ggf. sogar DAS GESAMTE TEAM oder gar das GANZE UNTERNEHMEN profitieren.
Mitunter bin das ich als dein Sparringspartner, Trainer oder Berater. Wenn ja, lass uns dein Projekt oder Vorhaben 30 Minuten lang gemeinsam auf den Prüfstand stellen. So bekommst du direkt und unmittelbar erste Impulse, Tipps und Ideen an die Hand.
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